39 Teilnehmer in drei Klassen
Nach der imposanten Einzelmeisterschaft 2025 in Deggendorf mit der zentralen Endrunde der Bundesligen steht heuer wieder eine "gewöhnliche" Einzelmeisterschaft in Röhrnbach an - dieses "gewöhnlich" tut dem Interesse offenbar keinen Abbruch, denn mit 39 Teilnehmern wird sogar einer mehr gezählt. Sehr erfreulich auch: Nach einem Jahr Pause findet wieder die Seniorenklasse statt. Zu Beginn begrüßte der Bürgermeister des Marktes Röhrnbach, Leo Meier, als Schirmherr alle Teilnehmer. Ebenso freute sich Anton Pauli, dass so viele Teilnehmer den Weg in die Josef-Eder-Halle gefunden hatten. Bezirksspielleiter Simon Staudinger gab noch einige organisatorische Hinweise und dann ging es auch schon los.

Blick in den Turniersaal zu Beginn der Runde 1
Erbittert gekämpft wurde in Runde 1 auch gleich - Überraschungen blieben dabei nicht aus. In der Seniorenklasse hielten sich Rudolf Damberger (SV Röhrnbach) und Johannes Ebner (SV Röhrnbach) an Rupert Eder (DJK SF Haselbach) und Dr. Norbert Jüttner (SV Röhrnbach) jeweils schadlos, Bruno Müller (DJK SF Haselbach) kam trotz bester Chancen - eine Bauerngabel kurz vor Schluss entging ihm - nicht über ein Remis gegen Volker Glatz (SC Bayerwald Regen/Zwiesel) hinaus.
In der Klasse M2 gab es die erste entschiedene Partie des Turniers - Tobias Wudi (SC Bayerwald Regen/Zwiesel) musste sich überraschend schnell und unerwartet Marcell Eigenschenk (SV Röhrnbach) geschlagen geben - ihm kam eine Figur abhanden. Wenig Gnade kannte Vorjahressieger Johann Sellmayer (SK Landshut) mit Walter Wilhelm (TSV Kreuzberg) - nach 13 Zügen war die Schlacht mit Material mehr für Sellmayer bereits siegreich geschlagen. Keine einzige Partie endete dort Remis - die Teilnehmer scheinen heiß und kampfbereit zu sein - für den weiteren Turnierverlauf sicherlich ein gutes Omen.
In der Meisterklasse gab es neben zwei Remisen auch viele interessante Kämpfe - am längsten wurden die vereinsinternen Duelle ausgekämpft.

Alfred Engelbrecht und Thomas Bernauer (beide SV Röhrnbach) beackerten sich sehr lange - Engelbrecht entwickelte im Laufe der Partie immer mehr Druck und schlussendlich kollabierte Bernauers Stellung. Christoph Heiduk musste 58 Züge lang arbeiten, ehe er Herbert Palmi (beide SC Bayerwald Regen/Zwiesel) bezwingen konnte.
Am Nachmittag steht die Runde 2 in Meisterklasse und Klasse M2 an - die Senioren spielen erst am Freitag Vormittag ihre Runde 2.

Die Runde 2 entwickelte sich in der M2 zur schnellen Runde - nach nicht mal drei Stunden waren dort sämtliche Kämpfe beendet. Was nicht heißt, dass die Teilnehmer friedfertig miteinander umgingen - ganz im Gegenteil. Friedfertig waren im internen SK Landshut-Duell Aleksandar Durovic und Johann Sellmayer. Aber ansonsten floss reichlich Blut. Walter Müller (TV Freyung) ließ Karl Probst (SK Landau-Dingolfing) so gut wie keine Chance und kam nach Materialgewinn zu seinem zweiten vollen Punkt. Im Duell Daniel Wolf - Marcell Eigenschenk (SV Röhrnbach) "schwankten die Wogen wild" - wie es Wolf nach der Partie formulierte - doch letztlich kippte Eigenschenk um und Wolf holte sich den vollen Zähler. Wenig Chance ließ auch Daniel Dolesik (SC Gardez-Viechtach) Walter Wilhelm - ihm misslang die Eröffnung. Das Spitzenspiel der Runde 3 lautet Walter Müller - Daniel Wolf.
In der Meisterklasse ließ Steffen Woitylak (TV 1862 Geiselhöring) Top-Favorit Alfred Engelbrecht keine großen Chancen auf Vorteil und so wurde die Partie ausgekämpft Remis gegeben. Zwischen Alexander Stadler (SC Vilshofen) und Michael Fuchs (DJK SF Haselbach) war die Partie eigentlich lange im Gleichgewicht, auch wenn Stadler im Turmendspiel einen Bauern mehr hatte. Doch mit seinem letzten Zug warf Fuchs die Partie weg und Stadler sammelte einen nicht mehr für möglich gehaltenen vollen Punkt ein.

Links: Herbert Palmi; Rechts: Reiner Bergmann (SC Bayerwald Regen/Zwiesel)
Als spannend anzuschauen erwies sich das Bayerwald-Aufeinandertreffen zwischen Herbert Palmi und Reiner Bergmann. Zwar stand das Material immer gleich - doch im Endspiel kämpfte Palmis Läuferpaar gegen Bergmanns Springerpaar - ein Fall für ausgiebige Massage der Springerpartei. So geschah es auch hier und Palmi versuchte, daraus Kapital zu schlagen. Nach fünf Stunden Spielzeit gelang ihm das auch - Bergmann unterlief beim Abtausch der letzten Bauern eine Fehlkalkulation und Palmi verblieb mit einem Mehrbauern bei gutem Läufer versus schlechtem Springer - Bergmann geriet in Zugzwang und kapitulierte.
Die längste Partie des Tages spielten Revanth Rajendrakumar (SC Straubing) und Dr. Christoph Schultes (SK Landau-Dingolfing). In einem lange gleich stehenden Spiel stellte Rajendrakumar zwei Bauern ein und musste Schultes noch den vollen Punkt überlassen.
Sämtliche Partien aller Klassen des Eröffnungstages stehen bereits zum Nachspielen durch Klicken auf das Ergebnis bereit und können unter Turniere > Partien der Einzelmeisterschaften auch heruntergeladen werden.
Das Spitzenspiel der Runde 3 lautet FM Roland Knechtel (SV Röhrnbach) gegen Alexander Stadler, welche als einzige am ersten Tag zwei volle Punkte einsammelten.